Ein Zwischenfazit

Ethik ist bzw. sollte in jeder Art, sei es nun in der Gesellschaft, Politik, Medien, Informationssysteme etc., Beachtung geschenkt werden. Denn durch Ethik wird eine Norm geschaffen, an der sich die  Gesellschaft und alle anderen Institutionen richten, um ein harmonisches Zusammenspiel zu gewährleisten. Besonders in der heutigen Gesellschaft, die bereits kurz vor dem Web 3.0 steht, ist die Frage nach der Ethik sehr wichtig. Denn durch die neuen Möglichkeiten von aktivem Beitrag mit publizierten Inhalten in Bezug auf Massenmedien und deren Nutzung besteht eine breite Vielfalt an Informationsaustausch und Vermittlung.

Die Verantwortung und das Bewusstsein hinsichtlich der Ethik sollten nicht erst beim oder nach dem Publizieren von Informationen entstehen, sondern schon davor. Jeder muss sich selbst kritisch hinterfragen, ob der Inhalt oder die eigene Meinung, welche niedergeschrieben werden soll, in der hiesigen Gesellschaft moralisch anerkannt ist. Denn damit können Probleme und öffentliche Kritik vorgebeugt werden. Außerdem sollte es als selbstverständlich gelten, sich an gewisse Spielregeln zu halten, wenn man sich im Word Wide Web bewegt.

Die Frage bzw. die Forderung nach einer Richtlinie von Ethik in unserer Informationsgesellschaft ist als schwierig einzustufen. Besonders wenn man an eine Globale oder universelle Richtlinie von Ethik spricht. Denn die Definition von Ethik und das Empfinden ethischer Normen können von Kultur zu Kultur unterschiedlich sein. Während in Deutschland die Empörung groß ist, wenn ein Unternehmen mit personenbezogenen Daten ohne Zustimmung der betroffenen Person kommerziell tätig ist, ist es in den USA eher normal. Auch das Verständnis und die Sensibilität von Datenverarbeitung und Datenschutz der genannten Kulturen unterschiedlich.

Somit bleibt die Verantwortung beim User selbst. Nämlich dafür zu sorgen, dass sensible Daten, die nicht für andere bestimmt sind, von eher unbedenklichen Daten zu trennen und sich Gedanken über die Art und Weise sowie den Ort der Speicherung von Daten.

Autor: Johannes Riemer

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Das Fernsehen als Vorbild

Zuvor wurde in diesem Blog viel über Ethik im Internet, in den sozialen Netzwerken, und über Datenschutz geschrieben und diskutiert. Da dieser Blog jedoch die ganze Bandbreite der Ethik in der Informationsgesellschaft anschneiden soll, dürfen auch die traditionellen Massenmedien nicht außen vor gelassen werden. Seit vielen Jahren gehört das Radio und besonders das Fernsehen zum Instrument der Informationsvermittlung – und Beschaffung. Das Medium biete aber auch Unterhaltung, Popularität und Emotionen und vermittelt Werte und Moral an seine Rezipienten. Das Massenmedium hat daher auch einen Einfluss auf die Zuschauer.

Gerade geht die 10. Staffel der RTL Show „Ich bin ein Star – holt mich da raus“ zu Ende, bei der die Zuschauer 11 Prominente beobachten können, wie diese im australischen Dschungel auf engsten Raum zusammenleben und sich Ekelprüfungen stellen müssen, um Essen für sich die anderen Campbewohner zu bekommen. Wie ethisch ist also ein solches Programm, das Menschen und das Private in die Öffentlichkeit aussetzt? Es entsteht ein Spannungsgefüge zwischen Herstellung von Öffentlichkeit und von der Bewahrung der Privat- und Intimsphäre. Es stellt sich aber die Frage, inwieweit es in Ordnung ist, aus Wirklichkeit Unterhaltung zu machen?

Der Rezipient vor dem Fernsehen vergleicht seine Alltagswelt mit der erschaffenen Fernsehwelt, mit der er tagtäglich konfrontiert wird.  Seit Ende der 80er gibt es auch im deutschen Fernsehen das Format des Realitätsfernsehens besser bekannt als Reality-TV. Vor allem kommerzielle Sender nutzen dieses Fernsehformat. Reality-TV soll ein Abbild der Lebenswirklichkeit liefern. Bei dieser Darstellungsform werden besonders viele Emotionen eingesetzt, und Beziehungskonflikte dramatisiert. Ob Talk-Show, Gerichtsshow, oder Reality-Soaps, überall werden Realitäten inszeniert. Die Mischung aus der traditionellen Dokumentation und Fiktion entsteht das Reality-TV. Die Zuschauer sollen sich mit den Protagonisten der Sendungen identifizieren können. Doch die Hauptfiguren erleben meistens Situationen, die jenseits eines „normalen“ Alltags stehen. Besonders in den Reality-Soaps, Serien in denen Personen in dramatischer und unterhaltsamer Weise inszeniert werden und bei dem der Verlauf und die Erzählweise wie bei einer fiktionalen Serie aufgebaut ist, wird diese Art der Darstellung besonders intensiv angewendet. Es werden also Realitäten nicht abgebildet, sondern dargestellt. Nicht selten werden Jugendlichen Schönheitsideale, Lebensarten und ästhetische Selbstschöpfung aufgezeigt, die der wahren Realität nicht entsprechen. Doch wie soll der Rezipient unterscheiden können zwischen Fernseh- und Realitätswelt, wenn die Inszenierungen doch so realistisch dargestellt werden? Viele Zuschauer glauben nämlich tatsächlich, dass es der Wahrheit entspricht, was sie im Fernseher sehen. Gerade Jugendlich, die sich im Entwicklungspress befinden, sehen Vorbilder im Fernsehen, die gar keine sind. Die Fernsehmacher sind jedoch Mitverantwortlich für das Mitgestalten der Gesellschaft. Wolfgang Huber spricht in seinem Blogeintrag über die Warnung der Reality-TV und über Medien und Menschenwürde.

 

Autorin: Sarah Stolten

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Digitale Fußspuren

Jeder Mensch hinterlässt im Leben seine Spuren. Die junge Generation der Informationsgesellschaft verursachen auch Fußspuren in der digitalen Welt. Und diese sind so leicht  nicht wegzuwischen, wie es vielleicht in der Realität möglich ist. Internetnutzer neigen jedoch gerne dazu das Private und das Berufliche oder Öffentliche miteinander zu vermischen.  Im Internet kann das verherrliche Folgen haben, denn das World Wide Web vergisst nicht. Werden Privateinstellungen missachtet, kann es schnell passieren, dass Dinge an die Öffentlichkeit gelangen, die niemanden etwas angeht. Daher sollte stets auch zwischen sehr privaten Angelegenheiten und persönlichen Ansichten unterschieden werden. Jeder Nutzer schreibt seine eigene Geschichte im Internet. Und jeder ist eigen verantwortlich dafür, wie seine Geschichte verläuft und ausgeht. Der Ethische und kritische Blick darf daher nicht aus den Augen verloren werden. Grenzen zur Privatsphäre müssen definiert werden. Jeder Nutzer ist für seine Daten eigenverantwortlich. Das was in der digitalen Welt passiert, kann Auswirkungen auf das reale Leben haben. Wer einen neuen Job sucht, wird bereits von der Personalchefin im Internet nach seinen Fußspuren durchsucht.

Blogeintrag III

Auch auf der Arbeit kann das posten oder teilen von privaten Dateien zum Verhängniss werden. So korrsierte vor einiger Zeit die Schlagzeilen über einen Mann, der gekündigt wurde, weil er ein Foto bei Facebook gepostet hat, auf dem zu sehen ist, wie er bei seiner >Hochueit seine Frau hoch hebt. Jedoch war er zu dieser Zeit wegen eines Bannscheibenvorfalls krankengeschrieben. Auch ein Mitarbeiter des Labes Quicksilber musste seinen Schreibtisch auf der Arbeit räumen, weil er bei Facebook privat Kritik über den neuen Werbespot seiner Firma ausgeübt hat. Die medienethsiche Herausforderung bei diesen Thema besteht also darin ein gutes Maß zwischen Privatheit und Öffentlichkeit zu finden. Die heutuge Informationsgesellschaft bietet Raum für Dikussion und dafür sich frei zu jeden beliebigen Thema zu äußern. Die Teilnahem an einer großen digitalen Welt kann zur Bereicherung aller führen. Jedoch muss drauf geachtet werden, dass Privates sicher für jeden verschlossen bleibt.

Autorin: Sarah Stolten

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Verzerrung der Wirklichkeit in sozialen Netzwerken

Es geht um Klicks, um „Likes“, und um den Kampf um Aufmerksamkeit. Wie bereits im letzten Blogeintrag erwähnt, spielt das Gemeinschaftsgefühl in der digitalen Welt eine große Rolle. Jeder Nutzer kann in den sozialen Netzwerken sein Profil selber gestalten. Die einen nehmen diese Art von Präsentation ihrer eigenen Person sehr ernst und füllen alle Felder aus, die Facebook ihnen für die Charakterisierung zur Verfügung stellt. Die anderen hingegen bleiben lieber im Hintergrund und sind zurückhaltender.

Gerne wird bei Facebook und Co. über die momentane Gefühllage geschrieben oder geteilt, in welchem Restaurant man gerade mit Freunden zum Essen verabredet ist. Doch der neuste Trend in den sozialen Netzwerken sind Selfies.

Selfies sind Fotos, die ein Nutzer von sich selbst geschossen hat. Ob Zuhause vor dem Badezimmerspiegel oder in der Umkleidekabine. Hauptsache das Foto zeigt einen von der Schokoladenseite. Der Trend hat sich weit verbreitet, gerade auch unter Prominenten. Ob Models mit 90-60-90-Maßen ein Bild von sich am Strand im Bikini posten, oder Sänger, die ein Foto von sich und ihren trainierten Körper im Fitnessstudio knipsen, es kommt bei den Nutzern an.

Für ihre „perfekten“ Selfies gibt es viele „Gefällt-mir“-Klicks.  Klar, dass viele das zum Anlass nehmen auch Selfies zu veröffentlichen. Eine Verzerrung der Wirklichkeit entsteht. Denn in den sozialen Medien kann jeder sich so darstellen, wie er es gerne hätte, ob es der Wahrheit entspricht oder nicht. Die Zurückhaltung der eigenen Privatsphäre fällt der Bestätigung zum Opfer. Und der Druck unter den Usern, auch viele „Likes“ zu generieren, steigt. Wer scheinbar hübsch genug ist, der bekommt Aufmerksamkeit und Bestätigung von den anderen in der digitalen Community. Doch auch das Gegenteil kann passieren. Entspricht jemand nicht den Vorstellungen der anderen, dann kann es an Kritik hageln. Nicht selten kommt es zu Beleidigungen oder Beschimpfungen. Anstatt „Likes“ gibt es dann fiese Kommentare. Definieren soziale Netzwerke neuerdings Schönheitsideale?

E-Boozing stellt zu diesem Thema eine Kampagne von Dove vor. Töchter und ihre Mütter werden aufgefordert Selfies von sich zu machen, um das Selbstbewusstsein der Frauen zu wecken und zu zeigen, dass in jeder Frau Schönheit steckt. Selfies sind jedenfalls der neuste Trend in den sozialen Netzwerken. Zuletzt hat die Redaktion des Oxford English Dictionary das Wort „Selfie“ zum englischen Wort des Jahres 2013 gekührt.

Autorin: Sarah Stolten

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Ein „Like“ sagt mehr als tausend Worte

Ob Smartphone, Tablet oder Laptop, ob in der Bahn, im Café oder in der Universität – heutzutage ist fast jeder überall zu jeder Zeit online. Die digitalen Medien sind allgegenwärtig.  Die rasante Entwicklung der Informationstechnologie machte die große Dynamik von sozialen Netzwerken möglich, welche nun das alltägliche Kommunikationsverhalten beeinflussen. Was ist der Reiz an diesen Communities? Sie dienen zur onlinegestützten Beziehungspflege dienen der Informationsgewinnung und geben ein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Nutzern. Die persönliche Meinung kann in der digitalen Gesellschaft geteilt werden und andere User können ihre Zustimmung geben. Ein „Wir-Gefühl“ entsteht, eine soziale Bindung in einer virtuellen Welt. Und in dieser Welt ist die Bemühung nach Anerkennung groß. Durch das Teilen von Bilder, Gedanken oder persönlichen Anschauungen kann an dem sozialen Leben jederzeit teilgenommen werden. Die anderen Nutzer können durch das „Liken“ oder Kommentieren Rückmeldung geben. Doch mit jedem „Gefällt mir“-Klick werden Daten gesammelt.

Blogeintrag I

Doch was passiert mit diesen persönlichen Informationen, die die Nutzer Tag für Tag preisgeben? Bleiben sie privat oder werden diese sogar kommerzialisiert? Eine neue Studie zeigt jedenfalls wie leicht es ist, ein Persönlichkeitsprofil anhand der getätigten „Likes“ von jedem beliebigen Nutzer zu erstellen. Spiegel Online berichtete kürzlich über diese neuen Erkenntnisse ganz nach dem Motto: „Zeig mir deine Likes und ich weiß, wer du bist“. Die Studie der University of Cambridge zeigt, dass wenig Daten ausreichen, um zu wissen, welcher politische Meinung ein Nutzer vertritt, oder welcher Religion er angehört. Nicht nur für Facebook sind diese Daten hoch interessant. Ein genaues Profil von einem Kunden ist für jede Unternehmung sehr wertvoll.

Die digitale, soziale Gemeinschaft steckt fest in einem Fass mit persönlichen Daten, fest in einem Fass ohne Boden. Aber da das Gemeinschaftsgefühl scheinbar stärker ist, wird weiterhin fleißig  „geliket“ und geteilt.  Über die persönlichen Auswirkungen über soziale Netzwerke wird auch in diesem Blog von Netz-Reputation diskutiert. Denn nicht nur die Daten, sondern auch die persönlichen Kompetenzen sollen durch die Verbindung der Netzgemeinschaft bedroht sein.

 

Autorin: Sarah Stolten

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Datenschutz und Datenmissbrauch

Gehackte Konten, Passwortklau und nicht ausreichend geschützte Informationstechnologie. Diese Themen  sind heutzutage öfters zu lesen. Jüngstes Beispiel ist der Adobe-Hack, bei dem gestohlene Passwörter keine sichere Hashes verfügten, weil das Produktivsystem noch nicht auf die aktuelle Sicherheitslösung umgestellt wurde oder der DNS Hack, der den Eindruck vermittelte, dass die Internetpräsenzen von Whatsapp und Avira gehackt wurden. Während letztgenanntes den User weniger beeinträchtigt, ist der Adobe-Hack umso kritischer. Denn die unzureichende Sicherheit der Adobe-IT muss nun der Nutzer ausbaden.

Wer eine einigermaßen wiederhergestellte Passwortsicherheit wiedererlangen möchte, der kommt um eine Änderung seines Passwortes nicht herum. Was mit geklauten Daten passiert ist meistens ungewiss. Eine Ausnahme ist der Ankauf von Steuerdaten aus dem Ausland von der Bundesregierung Deutschlands. Ob die Herkunft dieser Daten und  der Ankauf rechtlich bzw. ethisch vertretbar ist, wurde in der Politik ausgiebig diskutiert.

Auffällig ist, dass der Benutzer an den genannten Beispielen nur indirekt auf die Sicherheit  seiner  Daten Einfluss nehmen kann. Denn die Gewährleistung und die Administration der hinterlassenen Daten obliegt beim Anbieter. Einzig die Kombination von Groß- und Kleinschreibung sowie Zahlen und Sonderzeichen des Passwortes kann vom Nutzer gewählt und beeinflusst werden. Auf diese Vorschläge weisen die meisten Anbieter auch hin und empfehlen diese. Denn auch Unternehmen haben ein Interesse, die Daten Ihrer Kunden zu schützen, weil diese sonst riskieren, das Vertrauen ihrer Kunden zu verlieren und somit gegebenenfalls auch als zahlenden Kunden. Einmal Verlorenes Vertrauen ist nur sehr schwer wiederzuerlangen.

Doch nicht nur Unternehmen stehen im Visier, auch Privatleute. Beste Beispiele sind Prominente, meistens aus den USA. Hier steht der Nutzer selbst in der Verantwortung, für geeignete Sicherheitsmaßnahmen zu sorgen, um Datenschutz zu gewährleisten.Ein paar Tipps für Privatleute die im Zeitalter der neuen Medien und Informationstechnologien zum Datenschutz beitragen können, finden sich hier.

Autor: Johannes Riemer

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Hauptsache eine Top-Meldung

Eine Formel-1 Legende liegt lebensgefährlich verletzt in einem französischen Krankenhaus. Hunderte von Journalisten belagern mit Kameras und Fahrzeugen die Klinik in Grenoble und hindern die Ärzte daran reibungslos arbeiten zu können. Der Hype ist groß. jeder will wissen wie es Michael Schuhmacher seit seinem Skiunfall Ende des Jahres geht. Sowohl Journalisten vor Ort, als auch Fans zu Hause nehmen Anteil an dem Schicksal des ehemaligen Rennfahrers. Doch wie weit dürfen die Medienleute gehen für die heißersehnten Informationen über den Gesundheitszustand der Sportikone? Ist es noch gerechtfertigt, sich als Priester zu verkleiden, nur um an das Krankenbett zu kommen? Wer denkt da noch an Michael Schuhmacher?

Wohl keiner. Alle meinen sie es doch nur gut und wollen ihren Auftrag, Informationen zu liefern, so gut wie möglich erledigen. Doch dabei stoßen die Berichterstatter auf eine ethische Grauzone. Die Privatsphäre der Familie spielt keine Rolle mehr.  Es ist ein Teufelskreis. Die heutige Informationsgesellschaft ist es gewohnt rund um die Uhr benachrichtigt zu werden. Um als das Medium zu gelten, das die spitzen Nachrichten am schnellsten vermittelt verlangen die Medienmacher viel ab von ihren Journalisten. Der Druck steigt, die Hemmschwelle sinkt.

Der Formel1-König genießt sowohl in Deutschland als auch im Ausland ein hohes Ansehen und Millionen von Menschen fühlen und leiden mit der Familien Schuhmacher. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell und EinsExtra, rechtfertigt den großen Umfang der Berichterstattung über den verunglückten Ex-Profisportler in einem Blogeintrag der Tagesschau.  „Wenn zwei Menschen das gleiche tun, ist es nicht das gleiche“, schreibt er. Die Barrikade vor dem Krankenhaus begründet Gniffke damit, dass zu einer „gewissenhaften und verantwortungsbewussten Berichterstattung auch die Präsenz vor Ort gehört.“ Der Journalist Lorenz Steinke nennt hingegen den Fall Schuhmacher „Die Leeren des Journalismus“. Steinke bemängelt, dass aus einer Meldung ohne neuen Inhalt versucht wird erneut einen großen Aufmacher zu machen. Auch Tage nach dem Unglück und ohne aktuelle Erkenntnisse über das Wohlergehen ist der Skiunfall von Schuhmacher die Top-Meldung. 

Dabei werden jedoch andere relevante Tagesthemen außen vor gelassen oder nehmen nur einen geringen Anteil in der Berichterstattung ein. Es ist ein populäres Thema, das den Medien vor allem Klicks und Einschaltquoten bringt.  Da steht die Genesung der Sportikone scheinbar nur an zweiter Stelle.

 

Autorin: Sarah Stolten

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